A R T____C U R R I C U L U M_V I T A E____E X H I B I T I O N S____A R T_I N_P U B L I C____. P R O J E C T S____P A I N T I N G S

C O N C E P T S__. BERG WERKE

BERG WERKE
Vorschlag zur Neugestaltung des Neroberg-Areals in Wiesbaden
Marc van den Broek & Wolf Vogler, August 1990

Aufgabenstellung
Zu erstellen war eine künstlerische Konzeption für die Neugestaltung der Freifläche des Wiesbadener Neroberggipfels.
Unser Gestaltungsinteresse konzentrierte sich auf den Kernbereich der Bergkuppe mit der von einem Hotelbrand übrig gebliebenen Turmruine und dem romantischen Aussichtstempel aus dem Jahre 1851. 
BERG WERKE, eine kinetische Groß-Plastik bezieht in ihrer Konzeption Turmfragment und Aussichtstempel mit ein, ergänzt und erweitert sie um eine kinetische TURM-Skulptur und die DYNAMO-Plastik.
Die freie Entfaltung der Flora und Fauna des Berges muß trotz und wegen ihrer engen Verbindung mit der künstlerischen Gestaltung des Areals gewährleistet sein. Die Natur-"Gestaltung" sollte - in Absprache mit uns - vom städtischen Grünflächenamt realisiert werden.

Position und Standort der TURM-Skulptur
Der TURM (am angestammten Platz) steht in direkter räumlicher und inhaltlicher Verbindung mit dem DYNAMO. Das Turmskulpturenfundament und deren Sockel liegen innerhalb des kreisförmigen Grundrisses der DYNAMO-Skulptur und werden von deren Bronzeplatten umschlossen.

Die alte Turm-Ruine bleibt erhalten bzw. wird restauriert - unter Beibehaltung der Spuren, die die Geschichte der Architektur auf ihr zurückgelassen hat und unter Berücksichtigung der Integration der kinetischen TURM-Skulptur. Sie erhält in ihrer derzeitigen Spitze eine Aussichtsplattform mit 4 Fernrohren, die öffentlich zugänglich gemacht wird und damit einen besseren Blick über das Panorama Wiesbadens gewährt.
 
Der Besucher kann das Turm-lnnere betreten, wo er die offene Antriebs-Konstruktion der kinetischen TURM-Skulptur besichtigen und über eine Wendeltreppe zur Aussichtsplattform gelangen kann.

 

Die kinetische TURM-Skulptur wird in den 20 Meter hohen historischen Turm eingebaut und ragt etwa 8 Meter über ihn hinaus. An ihrem oberen Ende ruht, umrahmt von einem pyramidenförmigen, offenen Metallgerüst, eine Kugel. Fährt die Kugel langsam in die Höhe, öffnet sich die Pyramide, und die Kugel scheint über dem Sockel zu schweben. Auf ihrem höchsten Stand fügen sich die Metallstreben zu einem Kubus, der die Kugel schützend umgibt.

Die DYNAMO-Skulptur nimmt die sanfte Rundung der Bergkuppe auf bzw. akzentuiert sie. Ihre rauhe und griffige Kugelwölbung mit einem Durchmesser von ca. 35 Metern und einem Neigungswinkel von etwa 10 Grad liegt auf einer Beton-Stahl-Unterkonstruktion und wird aus bronzenen Dreiecks-Segmenten zusammengesetzt.
Sie bedeckt den höchsten Punkt des gesamten Bergareals. Sie versieht - zwischen Turm-Fragment, Tempel und umlaufenden Waldrand gelegen - die Kuppe des Berges mit einer metallenen, begehbaren Krone, aus der seitlich Turmruine und TURM-SKulptur aufragen.

Der Bronze-Körper der DYNAMO-Skulptur ist mit 26 nicht einsehbaren Kammern versehen, in die 26 Stahlbehälter - einer für jeden Ortsbezirk Wiesbadens - eingelassen sind. Eine Aufschrift markiert jeweils den Ort der Kammer bzw. des (herausnehmbaren) Behälters mit jeweils ca.50 Liter Rauminhalt.

Die Menschen
Je einer der Behälter wird für einen Monat im Rathaus des jeweiligen Stadtteiles ausgelegt, wo jedermann Gelegenheit gegeben wird, einen persönlichen Gegenstand in diesen Behälter zu legen und damit im Berg der Stadt einzulagern. Diese Art der schöpferischen Mitarbeit des einzelnen Menschen bildet ein wichtiges, notwendiges Element der Skulptur.

Das Wieder-Einsetzen der gefüllten und versiegelten Behälter wird mit einem großen Fest auf dem Berg verbunden, das traditionsgemäß zur Sommer-Sonnenwende stattfinden sollte. Wenn der letzte gefüllte Behälter zurückgeführt und für alle Zeiten im Berg eingelagert ist, ist die Skulptur erst wirklich vollendet und kann dann ihre Impulskraft freisetzen: Gestaltete Materie wandelt sich so in Energie, die die Stadt bewegen kann ...






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© 2018 A.TE.M.     Marc J. M. van den Broek